So gelingt Ihnen die richtige Fütterung Ihrer Katze!

Bei der gesunden und richtigen Fütterung Ihrer Samtpfote stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen. Jedoch sind die meisten Besitzer/innen unsicher, wenn es um die Qual der Wahl geht: Nassfutter, Trockenfutter, Mischfütterung oder lieber rohes Fleisch? Und wie steht es um die beliebten Leckerlis?

Keine der genannten Optionen ist falsch oder schlecht, solange Sie wissen, worauf Sie achten müssen.

Nassfutter

Nassfutter für Katzen schmeckt den meisten Katzen besonders gut, denn es enthält mehr Wasser als Trockenfutter, somit können sich die Aromen besser entfalten und das Fressen duftet intensiver; es ist auch reicher an Eiweiß.
Wegen des hohen Wassergehaltes kann ein träger Vierbeiner beinahe seinen kompletten Flüssigkeitsbedarf damit decken. Sollte Ihre Katze weniger trinken, zu Übergewicht, Harnsteinen oder Verstopfungen neigen, kann eine Umstellung auf Nassfutter helfen.

Nassfutter ist lange haltbar, (bis zu zwei Jahre) sofern die Verpackung nicht beschädigt ist.

Allerdings deckt nicht jedes Nassfutter den vollen Ernährungsbedarf Ihrer Katze ab, sondern ist als Zusatz für Trockenfutter gedacht. Nur jenes Nass- und Feuchtfutter, das explizit darauf verweist, als Alleinfutter zu dienen, kann auch als solches verwendet werden.

Trockenfutter

In der freien Natur fressen Katzen an einem Tag etwa zehn bis fünfzehn kleine Beutetiere. Eine Hauskatzen will ihre Mahlzeiten ähnlich portionieren: Lieber öfter den Fressnapf aufsuchen und kleiner Portionen genießen, als morgens und abends eine volle Schüssel hinunterzuschlingen. Füllen Sie also morgens den Napf Ihres Vierbeiners, so kann sich Ihre Katze nach Belieben bedienen. Vermeiden Sie diese Art der Fütterung jedoch bei Nassfutter; es kann schnell unhygienisch und unappetitlich werden.
Trockenfutter bietet eine mechanische Reinigung der Zähne Ihres Vierbeiners. Es bleiben nicht so viele Futterreste in den Zahnzwischenräumen. Das vermindert die Entstehung von Zahnbelag. Für erwachsene Katzen enthält Trockenfutter zudem häufig “Kalziumfänger”, die die Entstehung von Zahnstein minimieren.

Um zu vermeiden, dass bei der Lagerung des Trockenfutters Nährstoffe beeinträchtigt, Vitamine zerstört werden oder das Futter gar schlecht wird, lagern Sie es am besten kühl und trocken -einfrieren geht auch. Im Idealfall leert Ihre Katze den Futtersack innerhalb eines Monats.

Auch für Sie als Katzenbesitzer/in bietet das Trockenfutter viele Vorteile: Es wiegt weniger als Nassfutter, ist oftmals billiger, Sie müssen übriggebliebene Reste aus einer offenen Dose nicht im Kühlschrank aufbewahren und es entsteht weniger Verpackungsmüll.

Um bei der Gabe von Trockenfutter Übergewicht wegen des fehlenden Wassergehaltes zu vermeiden, können Sie das Futter entweder täglich abwiegen oder auf kolorienreduziertes Trockenfutter zurückgreifen. Trockenfutter enthält nur 7 bis 10% Wasser. Daher ist es wichtig darauf zu achten, dass Ihre Katze genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, beispielsweise durch mehrere Wassernäpfe im Haus.

Mischfütterung

Wollen Sie Ihrer Katze Trocken- und Nassfutter bereitstellen, bietet sich die Mischfütterung an. Dabei ist es sinnvoll, Ihre Katze schon in jungen Jahren an beide Futterarten zu gewöhnen, sonst kann es im späteren Leben Ihres Vierbeiners passieren, dass er eine der beiden komplett ablehnt. Das wird zum Problem, wenn Ihre Katze aufgrund einer Krankheit das Futter wechseln muss. Frisst Ihre Katze beide Futterarten, haben Sie die ganze Palette zur Verfügung und können den Speiseplan individuell an das Wohlbefinden Ihrer Katze anpassen.

Passen Sie auf, dass Sie die auf der Packung empfohlenen Fütterungsmengen von Trocken- und Nassfutter nicht addieren, sonst bekommt Ihre Katze mehr Kalorien als nötig oder gar gesund wären. Manche Verpackungen geben Empfehlungen für die Rationierung bei Mischfütterung an. Andernfalls können Sie direkt beim Hersteller nachfragen oder Ihren Tierarzt um Rat bitten.

Viele Katzenhalter/innen wollen ihren Haustieren Abwechslung bieten und tendieren speziell bei Mischfütterung dazu, die Geschmacksrichtungen abzuwechseln. Das kann dazu führen, dass Ihre Katze in den ersten Tagen mehr von dem neuen Futter mit dem spannenden Geschmack zu sich nimmt als sie sollte. Obendrein gewöhnen Katzen sich an die ständige Geschmackswechslung und lehnen bekanntes Futter zur Folge ab. So erziehen Sie einen wählerischen Esser, der Sie nötigen wird, immer neue Futtersorten zu kaufen.

Spezialfutter

Gesunde Katzen benötigen im Normalfall kein Spezialfutter. Falls doch, bieten Ihnen alle Zoohandlungen und Tiershops eine Vielfalt an Futter an. Ob Trocken- oder Nassfutter; für Diabetiker-Katzen bis hin zur Unterstützung des Darmtraktes, der Blasen- und Nierenfunktion, des Fells und der Haut oder des Mundhygiene; ob ältere oder jüngere Tiere; selbst für sterilisierte Katzen finden Sie ein passendes Futter. Je nach Rasse reicht Spezialfutter auch von British Shorthair, über Maine Coon, hin zu Sphynx-Katzen. Ob Indoor oder Outdoor; jung oder alt: In der Abteilung für Spezialfutter werden Sie fündig und können Ihren Vierbeinern mit allem Versorgen, was er braucht. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Tierarzt beraten.

Leckerlis

Die kleinen Happen werden oft als Hilfe für die Zahnhygiene eingesetzt, sowie für die Bewältigung von geschluckten Haarbällen. Seien Sie vorsichtig bei Vitamin-Snacks, davon sollte Ihr Vierbeiner nicht zu viele bekommen. Im Normalfall deckt die gewöhnliche Fütterung den nötigen Vitamin- und Spurenelementebedarf; mit zusätzlichen Vitamin-Leckerlis kommt es leicht zu einer Überversorgung. Werfen Sie auch hier einen Blick auf die Inhaltsstoffe und achten Sie auf die Menge. Berechnen Sie die Leckerlis in die normale Fütterung mit ein, um eine Überfütterung und Übergewicht zu vermeiden.

Rohes Fleisch

Manche Katzenbesitzer/innen wollen rohes Fleisch nicht nur ab und zu verfüttern, sondern das industriell hergestellt Futter damit gänzlich ersetzen.

Zum Verzehr von rohem Fleisch eignet sich am besten Geflügel, Rind, Wild, Fisch und Lamm. Zerkleinertes Knorpelgewebe kann auch hinzugegeben werden. Sie können Gemüse und Obst fein püriert und mit etwas Öl unter das Fleisch mischen -für extra Ballaststoffe. Abwechslung in der Zusammensetzung des Futters ist das A und O. Variieren Sie zwischen Muskelfleisch, Schlund, Kronfleisch und Innereien.

Eine Hauskatze sollte zwischen 20 und 30 g pro Kilogramm Körpergewicht von dem rohen Fleisch am Tag verzehren. Servieren sie fauleren Samtpfoten dabei weniger als aktiven und achten Sie auf den Fettgehalt des Fleisches!

Kaufen Sie das Fleisch am besten in größeren Mengen, so ist es oft billiger. Sie können kleinere Portionen einfrieren und zum Verfüttern im Kühlschank oder im warmen Wasserbad auftauen (nicht in der Mikrowelle, die zerstört wichtige Nährstoffe). Das Fleisch immer bei Raumtemperatur verfüttern!

Sollte Ihre Katze das rohe Fleisch verweigern, können Sie zerbröseltes Trockenfutter oder kleine Mengen Nassfutter unterrühren. Fangen Sie am besten mit geringeren Fleischmengen an, klein gestückelt und steigern sich langsam.