Grundlagen der Katzenzucht

Falls sie sich mit dem Gedanken tragen eine Katzenzucht anzufangen, sollten sie sich über viele Dinge im Klaren sein. Denn es ist nicht genug, wenn es ausreichend Platz für die Tiere gibt, vielmehr kostet es immer Geld. Gerade wenn die Katzen krank werden, dann gibt es so einiges an Kosten. Ebenso müssen die Tiere auch geimpft werden, was dann wiederum den Geldbeutel beanspruchen kann. Dies sind nur einige Dinge, die vorher ausgerechnet worden sein müssen.

Artgerechte Haltung und Abschied nehmen

Viele Menschen stellen sich die Katzenzucht so einfach vor, leider ist dies nicht der Fall. Die Tiere müssen artgerecht gehalten werden, also mit viel Platz. Genauso sind Katzen vom Charakter her schon recht schwierige Mitbewohner, denn diese sehen die Welt ein klein wenig anders. So verlieren sie fast alle Rechte, denn die Katze fühlt sich als Besitzer. Sie haben nur für alles Notwendige wie eine gute Ernährung zu sorgen. Sie merken jetzt garantiert schon, diese Hausbewohner sehen die Welt ein ganz klein wenig anders. Natürlich können sie Katzen einiges beibringen, doch eine richtige Erziehung ist hier schon schwieriger. Um es einfacher auszudrücken, Hunde sind genau das Gegenteil von Katzen. Daher müssen sie hier auch wesentlich mehr Zeit einplanen, um dann keinen Fehler zu machen. Aus diesem Grund müssen sie sich vorher sehr genau informieren, wobei der Verdienst hier eher Nebensache ist. Denn schon hier werden sie bemerken, dass es kaum einen Verdienst geben wird. Wenn sie Glück haben, bekommen sie die Kosten wieder beim Verkauf einer Katze herein. Falls sie der Meinung waren, sie könnten durch die Katzenzucht viel Geld machen, wäre wohl ein anderer Geschäftszweig besser geeignet. Doch eines müssen sie auf jeden Fall berücksichtigen. Irgendwann sind die lieben Kleinen Katzen soweit und gehen zu einem neuen Besitzer. Falls ihnen das Abschiednehmen schwer fallen sollte, dann ist eine Katzenzucht garantiert nichts für sie. Denn natürlich können sie nicht alle Jungtiere behalten, denn das würde bald ihre Kapazitäten überschreiten. Doch es gibt noch andere Gründe, warum sie von den Tieren Abschied nehmen müssen. Gerade wenn eine Seuche unter den Katzen ausbricht, können diese Tiere meist nicht gerettet werden. Damit wäre aber auch der eventuelle Verdienst vernichtet, wodurch sich die Katzenzucht nicht wirklich aus finanziellen Gründen lohnt.

Tierarztkosten müssen immer eingeplant werden

Wenn sie die Arztkosten einmal kurz nachrechnen, wird sie einiges erstaunen. Die Katzen müssen regelmäßig zu Untersuchungen, ähnlich wie das bei einem Menschen der Fall ist. Zudem kommen Impfungen hinzu, um die Gesundheit der Katzen zu erhalten. Somit entstehen hier schon erhebliche Kosten, ohne das etwas eingenommen wurde. Zusätzlich können auch noch Kastrationskosten hinzukommen. Doch es gibt auch Seuchen, gegen die es keine Impfung gibt. In der Regel müssen dann die Tiere gepflegt werden. Im schlimmsten Fall muss sogar ein ganzer Wurf eingeschläfert werden. Daher ist das Abschied nehmen, hierbei eine Voraussetzung, gerade wenn es um den Verlust durch Krankheit geht. Natürlich können sie dann immer noch auf den Verkauf hoffen, falls noch Jungtiere vorhanden sind. Allerdings wird der Verkauf hier die Kosten kaum abdecken. Daher sollte hier nicht mit einem Gewinn, vielmehr mit einem Verlust gerechnet werden.

Vorher schon einmal einen Verein suchen

Das ist enorm wichtig, denn hier gibt es Züchter die ihnen gerne weiterhelfen. Diese Züchter können sich auch einmal ihre Wohnung anschauen, gerade was den Platz betrifft. Am besten ist es immer noch, wenn die Katzen ihr eigenes Zimmer haben. So können sich die Tiere auch einmal zurückziehen, was gerade für Katzenmütter sehr wichtig ist. Sollte noch ein Kater im Haushalt leben, sollte dieser ebenfalls seinen eigenen Bereich haben. Vor allem wenn Nachwuchs da ist, wird die Katzenmutter ziemlichen Ärger mit dem Kater bekommen. Dies geschieht dann aus Angst, denn Kater sind selbst zu ihrem eigenen Nachwuchs nicht sehr nett. Daher kann hier ein Vereinsmitglied schon einmal wichtige Tipps geben, was dann auch die Kratzbäume und die Anzahl der Katzentoiletten betrifft. Denn Katzen sind sehr saubere Tiere, die nicht gerne in eine schmutzige Toilette gehen. Zudem müssen Katzen auch Maniküre und Pediküre betreiben, was diese gerne an Kratzbäumen machen. Klettern gehört ebenfalls zum natürlichen Bewegungsdrang, wie auch die Jagd. Das wird dann gerne auch einmal mit Artgenossen gemacht, wobei für das Katzenzimmer keine empfindlichen Einrichtungsgegenstände genommen werden dürfen. Ein Sessel oder Sofa ist kein Problem, wobei diese Möbel nicht unbedingt neu sein müssen. Denn die Krallen werden den Möbelstücken garantiert so einige Schrammen beibringen. All diese Tipps können sie dann in einem Verein erhalten, genauso wie die Zucht am besten klappen könnte.

Hilfe ist dringend notwendig

Eine oder zwei Katzen können noch ganz einfach gehalten werden, ohne dass sie sich einschränken müssen. Doch wen Jungtiere vorhanden sind, ist der Aufwand sehr viel größer. Daher ist so eine Katzenzucht ohne Hilfe nicht zu schaffen, gerade wenn eine Katze einmal krank ist. Doch die Katzentoiletten reinigen und das Zimmer sauber halten, kostet schon sehr viel Zeit. Daher muss hier oftmals die ganze Familie helfen, denn ohne diese Hilfe ist auch die Aufsicht nicht gesichert. Sollten sie hier keinen Rückhalt erhalten, können sie die Katzenzucht schon fast vergessen. Natürlich gibt es in vielen Vereinen auch solch eine Hilfe, wobei das eher seltener ist. Doch eines ist immer wichtig, ohne einen Verein wird das mit der Zucht nicht sehr viel. Wenn sie bis hierher wieder die Kosten ausrechnen, ist die Katzenzucht nicht gewinnbringend. Denn natürlich dürfen sie weiterhin arbeiten gehen, um dann nach Feierabend die Tiere zu versorgen. Ebenso ist dann die Rasse wichtig, um vielleicht ein wenig Geld zu verdienen.

Fazit:

Falls sie eine Katzenzucht wegen der Einnahmen machen möchten, ist eher ein Nebenjob besser. Doch wenn sie die Katzenzucht aus Hobby gemacht wird, kommt dies schon eher in Frage. Daher sollten sie sich vorher einen Verein suchen, wo ihnen die eventuellen Kosten ausgerechnet werden können. Ebenso kann der Verein ihnen einen Tierarzt empfehlen, denn so werden diese Kosten etwas geringer. Eines ist aber den Vereinsmitgliedern sehr wichtig, dass die Tiere auch artgerecht gehalten werden. Ob hierzu der enge Familienkontakt gehört, bleibt dann ihnen überlassen. Doch das kann bei Kindern noch zu Problemen führen, immer bei einem Verkauf.